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Wenig Licht heißt nicht kein Licht: Alle Pflanzen hier brauchen Tageslicht, kommen aber ohne sonnigen Fensterplatz aus. Diese vier Gruppen helfen bei der Wahl.
Gemeint ist ein Platz im Halbschatten: ein heller Raum ohne direkte Sonne oder eine Ecke abseits des Fensters, zum Beispiel ein Flur mit Tageslicht, ein Regal im hinteren Teil des Zimmers oder ein Sideboard neben der Tür. Ganz ohne Tageslicht wächst keine dieser Pflanzen dauerhaft. In Räumen ohne Fenster hilft eine Pflanzenlampe, wie das funktioniert, erklärt der Ratgeber Pflanzenlampe.
Bei silbrigen und panaschierten Sansevieria zeigt sich zu wenig Licht zuerst an der Zeichnung: Neue Blätter treiben einfarbig grün aus. Kräftig grüne Sorten wachsen auch an weniger hellen Plätzen im Halbschatten weiter, nur langsamer. Direkte Mittagssonne hinter Glas verträgt keine der Sorten dauerhaft, ein halbschattiger Platz ist für alle drei Gattungen also ohnehin die bessere Wahl. Ein Vierteldreh des Topfes alle paar Wochen hält den Wuchs gerade, weil sich die Blätter sonst zum Licht neigen. Welcher Platz zu welcher Sorte passt, steht im Ratgeber Sansevieria Standort.
Wo es dunkler ist, verbraucht eine Pflanze weniger Wasser. Bogenhanf und Glücksfeder gießt du deshalb nur selten, erst wenn das Substrat gut abgetrocknet ist; Staunässe vertragen beide nicht. Beim Bogenhanf reicht im Sommer meist alle zwei bis drei Wochen, im Winter noch seltener. Der Topf braucht ein Abzugsloch, Restwasser im Übertopf kommt weg. Weiche, am Blattgrund umknickende Blätter sind kein Durstzeichen, sondern das erste Anzeichen von Wurzelfäule. Wer dann nachgießt, beschleunigt den Schaden.
Die Gebetspflanze ist die Ausnahme: Sie gießt du, sobald das Substrat leicht angetrocknet ist, und sie verträgt weder Staunässe noch einen ausgetrockneten Wurzelballen. Bei Bogenhanf und Glücksfeder gilt dagegen: lieber einmal zu wenig als zu viel gießen, weil die dicken Blätter und das Rhizom Wasser speichern. Eine durchlässige Mischung findest du in unserer Substrat-Kollektion, Rhythmus und Menge erklärt der Gieß-Ratgeber.
Maranta mag halbschattige Plätze, hat aber einen hohen Bedarf an Luftfeuchtigkeit. Sie verträgt weder Staunässe noch einen ausgetrockneten Wurzelballen, das Substrat sollte also gleichmäßig leicht feucht bleiben, ohne nass zu sein. Am liebsten wächst die Gebetspflanze rankend oder hängend. Ihre auffällig gezeichneten Blätter machen sie zu einem Blickfang im Regal oder auf dem Sideboard, und die Triebe können von einem hohen Regalbrett herabhängen. Die Gattung bietet mehrere Sorten mit unterschiedlichen Blattmustern.
Im Winter ist die Luft in beheizten Räumen oft sehr trocken, und genau dann zeigt die Maranta am ehesten, dass ihr etwas fehlt. Hilfreich sind ein Platz abseits von Heizkörpern, mehrere Pflanzen dicht beieinander oder ein Luftbefeuchter. Wie du die Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhst, steht im Ratgeber Luftfeuchtigkeit erhöhen. Mehr Sorten findest du in der Maranta-Kollektion.
Zamioculcas speichert Wasser in den dickfleischigen Blättern und im Rhizom, dem unterirdischen Wurzelstock, und übersteht deshalb auch längere Trockenphasen. Das macht sie zu einer guten Wahl für Plätze, die du nicht jeden Tag siehst, und für Zeiten, in denen du verreist. Sie steht gern halbschattig, normale Raumluft mit rund 40 bis 60 Prozent genügt, höhere Luftfeuchtigkeit fördert den Wuchs, dauerhaft unter 40 Prozent solltest du vermeiden.
Gegossen wird nur selten, sobald das Substrat gut angetrocknet ist. Staunässe verträgt die Glücksfeder nicht, ein Topf mit Abzugsloch ist deshalb Pflicht. Wer eine kompakte Pflanze sucht, schaut sich Zenzi mit ihrer gedrungenen Wuchsform und dem tiefgrünen, glänzenden Laub an. Es gibt sie in den Größen XS, S, M und L, sodass auch kleine Regale und Fensterbänke Platz bieten. Daneben gibt es unter anderem Black Raven, Super Nova und Midori. Alle Sorten findest du in der Zamioculcas-Kollektion.
Bogenhanf (Sansevieria), Glücksfeder (Zamioculcas) und Gebetspflanze (Maranta) kommen mit Halbschatten zurecht. Welche Sorte wohin passt, steht weiter oben auf dieser Seite in vier Gruppen.
Dieselben, solange der Raum Tageslicht hat: Bogenhanf und Glücksfeder sind genügsam und brauchen wenig Pflege. Weitere Ideen findest du in der Kollektion Pflanzen fürs Schlafzimmer. Ein Raum ganz ohne Fenster reicht für keine Pflanze dauerhaft, dort hilft nur eine Pflanzenlampe.
Seltener als am hellen Fensterplatz. Bogenhanf und Glücksfeder gießt du erst, wenn das Substrat gut abgetrocknet ist. Die Gebetspflanze möchte gleichmäßiger feucht stehen. Staunässe vertragen alle drei nicht.
Panaschierte und silbrige Sansevieria ja: Neue Blätter treiben dann einfarbig grün aus. Kräftig grüne Sorten machen das mit und wachsen auch an einem weniger hellen Platz im Halbschatten weiter, nur langsamer.
Nur mit künstlichem Licht. Eine Pflanzenlampe ersetzt das Tageslicht, das auch genügsame Pflanzen brauchen. Mehr dazu im Ratgeber Pflanzenlampe.
Laut unserem Ratgeber enthält der Bogenhanf Saponine (Erbrechen, Durchfall) und die Glücksfeder Calciumoxalat (Speicheln, Magen-Darm-Reizung); beide gelten als giftig für Katzen und Hunde. Die Gebetspflanze (Maranta) wird dort als unbedenklich eingestuft. Bei Tieren, die an Pflanzen knabbern, fragst du im Zweifel die Tierarztpraxis; Bogenhanf und Glücksfeder stellst du außer Reichweite auf. Mehr steht im Ratgeber Giftige Zimmerpflanzen für Katze und Hund.
Bogenhanf und Glücksfeder verzeihen Trockenheit und brauchen nur selten Wasser. Die Gebetspflanze ist anspruchsvoller, weil sie hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßige Feuchte mag. Weitere genügsame Pflanzen findest du unter pflegeleichte Zimmerpflanzen.
Nur wenig. Beim Bogenhanf genügt in der Wachstumszeit eine schwache Gabe etwa einmal im Monat. Bei wenig Licht wächst die Pflanze ohnehin langsamer und braucht entsprechend weniger. Mehr dazu im Ratgeber Zimmerpflanzen düngen.
Der Bogenhanf verträgt halbschattige Plätze und Kunstlicht und gilt deshalb als gute Wahl fürs Büro. Silbrige und panaschierte Sorten verlieren dort allerdings ihre Zeichnung, kräftig grüne Sorten bleiben beständiger. Mehr Auswahl findest du in der Kollektion Pflanzen fürs Büro.
Bei panaschierten und silbrigen Sansevieria verblasst die Zeichnung, und neue Blätter treiben einfarbig grün aus. Allgemein wächst die Pflanze langsamer, und die Blätter neigen sich zum Licht. Hilft ein hellerer Platz nicht, kann eine Pflanzenlampe die Lösung sein.